Heute haben wir einen Dänen getroffen, der jetzt schon seit vielen Jahren in Vancouver lebt. Dieser Mann erzählte uns, wie er seinen Weg nach Kanada gefunden hat. Die miese Kindheit, die er hatte wollte er hinter sich lassen und zunächst nach Australien auswandern. Doch dann kam alles ganz anders. Eines Tages ging er eine Straße runter, die er vorher noch nie entlang gelaufen war. In dem Fenster eines kleinen Ladens, sah er eine winzige Luftaufnahme von Vancouver, die ihn auf Anhieb umgehauen hat. Das Foto sollte als Werbung für eine Diashow dienen, die am Abend vorgeführt wurde. Vancouver war bis dahin noch unbekannt. Natürlich ließ sich der Däne sich dir Präsentation nicht entgehen. Danach beschloss er nach Vancouver auszuwandern und nicht nach Australien. Es wäre Schicksal meinte er, denn normalerweise wäre er immer mit dem Fahrrad unterwegs und niemals zuvor hätte er diese Straße überhaupt realisiert. Dieser Mann war unser heutiger Tour Guide. 69 Jahre alt. Er lebt dafür sein Wissen und seine Liebe zum Land an andere weiter zu geben. Jede Woche macht er Touren und nimmt kein Geld dafür. Wir waren heute fast den ganzen Tag zu Fuß unterwegs. Haben die Promenade gesehen, sind durch den Regenwald gelaufen und am Ende unseres kleinen Trips auf der Capilano Suspension Bridge gelandet. Ein guter Abschlusstag. Mit diesem Eintrag endet mein Blog und auch meine Zeit in Kanada ist zu Ende. Vorerst! Ich werde sicherlich wiederkommen. Es gibt noch so viel zu sehen!! Man sollte immer versuchen so viel mitzunehmen, wie nur möglich ist! Wir haben einen guten Einblick bekommen. Kleine Ausschnitte eines großen Landes haben uns gezeigt, was für schöne Ecken Kanada hat. Ich werde es vermissen.
Over and out.
Eure Katha/Katrina/Cathrina/Katerin/Kathy/Kate/Cat (- alles, bitte nur keine Katze!)
Samstag, 14. August 2010
Mittwoch, 11. August 2010
Rainbow Country
Ein einziger Mückenstich. Mit geschätzten 40 und gefühlten 40.000 Wunden ist Anni doch noch ganz gut davon gekommen, oder? Yippih, yay, yey! Schade, dass der viele Regen sie nicht vertrieben hat. Obwohl.. dann hätte ich jetzt weniger zu lachen. Wir haben noch eine Bootsfahrt gemacht und sind mit der Gondel den Berg hoch gefahren. Man konnte allerdings kaum was erkennen, so schlecht war die Sicht. Allerdings ist uns auf dem Rückweg noch ein Grizzly begegnet. Wir haben mit der Gruppe Hockey gespielt, am Lagerfeuer gesessen und Line Dancing gelernt. Sehr spaßig!- Mir wird langsam klar wie viel wir schon gesehen haben. Bald ist unsere kleine "Kanadarundreise" vorbei. Heute haben wir Whale Watching gemacht. Vier Stunden mit dem Boot nach Victoria und auf dem Weg dorthin haben wir immer wieder verblüfft auf's Wasser geschaut. Die schwarzen Giganten kommen einem von Weitem so klein vor! Circa 25 kleine, gelbe Männchen stehen also an der Rehling und versuchen das genialste Foto der Truppe zu schießen. Schwierig! Whale Watching - Auf jeden Fall sein Geld wert!





Sonntag, 8. August 2010
Drive
Endlose Weiten. Bäume über Bäume, Berge über Berge. Gigantisch. Die grüne Landschaft zieht sich über tausende Kilometer hinweg. Hin und wieder sieht man einen See. Türkisblaues Wasser. Wir sitzen überwiegend im Bus. Der Ausblick trotz grauem Himmel wunderschön. Wir halten an kleinen Wasserfällen, sehen uns die Berge über Schluchten hinweg nochmal aus einem anderen Blickwinkel an. Diese riesigen Felsen kann man kaum in einem Bild erfassen. Ich könnte mir das ewig anschauen. Highlight am Samstag ist der Gletscher. Auf geht's! Ice field! Oben angekommen bemerken dann auch die Letzten, dass Flipflops und Shorts nicht die optimale Gaderobe für den heutigen Tag sind. Aber was soll's ist ja nur kurz über dem Nullpunkt.. Zieht man halt die restlichen Klamotten auch noch aus. Tatsächlich hat sich niemand auf dem glatten Eis hingelegt. Schade, ich dachte das würde mir passieren! Wir haben heute auch den ersten Elch gesehen. Zwei sogar. Jetzt liegen wir in den bequemsten Betten, die es seit zwei Wochen für uns gegeben hat. Morgen geht's mit der Gondel hoch hinaus und eine Bootfahrt steht an. Good night Canada! Good morning Germany!







Donnerstag, 5. August 2010
This house is a circus
Das Erste, was ich sehe ist eine Plastiktüte, die als Fensterersatz dient und schon hören wir es.. "Miau!" Katzen sind immer schön, wenn man, so wie Anni, eine Tierhaarallergie hat. Ein Mädchen öffnet die Tür und zeigt und das Haus. Der Rest ist ausgeflogen.. achso! Der Rest? Mit uns wohnen noch 3 andere Schüler mit im Müll. Überall liegt alles voll mit Sachen. Messi pur! Als wir die Küche betreten, wissen wir gar nicht wohin wir zuerst gucken sollen. Auf die drei Näpfe Katzenfutter in der Mitte des Raumes? Das Gerümpel, das uns die "Arbeitsfläche" nicht mehr erkennen lässt? Oder vielleicht unser Abendessen, eine Pizza, die irgendwo zwischen schmutzigem Geschirr und ein paar Staubwolken, wohlgemerkt schon "leicht" vertrocknet liegt. Mikrowelle?! Aber bloß nicht mit dem Toaster zusammen benutzen! Das verbraucht zu viel Strom!! - Bevor Anni anfängt Wollknäule zu spucken, ziehen wir lieber in ein schönes Hostel um. Die Pizza von Samstag(morgen?) liegt Montagabend immer noch da. Yammy! Aber hey.. in dem fünfseitigen Regelwerk von unserer lieben Gastmama steht ja auch, dass man Bescheid sagen soll, wenn man nicht zuhause ist, weil's das Essen sonst am nächsten Tag nochmal gibt. 10 Dollar will sie fürs Internet haben. Jaaa.. ehm.. nein? Adée North Vancouver, hello Jericho Beach! Komischerweise verlaufen wir uns gar nicht mehr so viel. Muss daran liegen, dass wir jetzt ein Busticket haben. Montag treffen wir erstmal einen netten Kerl aus Bayern an der Haltestelle und verbringen den Rest des Abends mit ihm. Hier gibt's im Gegensatz zu Toronto wirklich viele Leute, die Deutsch reden oder verstehen können. - Und so schwinden die Tage dahin. Wir waren mal im Kino, in der Schule, shoppen.. Sonst haben wir noch nicht viel gemacht. Gestern gab's lecker Geburtstagsessen! Da stiegen direkt Glücksgefühle auf. ;-) Am Wochenende geht's in die Rocky Moutains. Man ist gespannt! Vielen dank für alle Geburtstagsglückwünsche! Hab ganz viel an Euch alle gedacht und freu mich Euch bald wieder zu sehen! Herzlichste Grüße aus der Ferne!
Montag, 2. August 2010
It's been a good ride
Auf geht's. Mittwochnachmittag .Ein Waschsalon, zwei überfragte Antihausfrauen,vier Maschinen Wäsche. Yes! "Mission laundry" gemeistert. Es ist faszinierend, wie klein die Welt doch ist. " Are you German? -Yes. I lived in Neuss for a few years and played hockey there." Neuss?! Achso, ist klar. Toronto, riesige Stadt und wir treffen jemanden, der mal in Neuss gewohnt hat im Waschsalon.. Außerdem machen wir eine äußerst nette Bekannschaft mit einem jungen Kerl, dessen Namen wir zwar nicht kennen, aber den wir Donnerstagabend auf dem Weg zurück ins Hostel wieder trafen. Small world! Als wir unsere frisch gewaschene und wohl gemerkt trockenen Sachen nach Hause tragen, fängt es an zu regnen. Eher unpassend, wenn man seine Klamotten in Papiertüten rumträgt. Plastiktüten, die man darüber stülpt um nicht alles komplett zu ertränken erscheinen im ersten Moment hilfreich. Allerdings nicht, wenn diese ein Loch haben. Merkt Euch das! - Später am Abend sehen wir uns ein Baseballspiel an. Let's go Blue Jays, let's go! Selbstverständlich sind wir enthusiastisch dabei und fiebern kräftig mit. Super Athmosphäre, auch wenn man die Spielregeln noch nicht so ganz begriffen hat.. Langsam merken wir, dass unsere Zeit in Toronto zu Ende geht. Die Stadt ist uns richtig ans Herz gewachsen. Wir haben tolle Eindrücke gewonnen und würden am Liebsten noch viel mehr sehen. Donnerstag machen wir eine Kanu Tour. Wir entfernen uns immer weiter von der Stadt und paddeln zu einer kleinen Insel. Von einer Sekunde auf die andere sieht man keine Hochhäuser, keinen Hafen mehr und auch die Spitze des CN Tower verschwindet hinter den Baumkronen. Es ist als wäre man auf einmal komplett woanders. Wunderschön! Als wir anlegen haben wir ein wenig Zeit über die Insel zu laufen. Überall gibt es kleine Stände, an denen man Essen kaufen kann, einen kleinen Vergnügungspark und wenn man keine Lust hat sich zu bewegen, legt man sich einfach auf eine der vielen grünen Wiesen, die zum verweilen einladen. Auf dem Weg zurück nach Toronto heißt es dann wieder "GREAT TEAMWORK!" - Was im Klartext heißt, maximal drei Leute (davon sind wir schon mal zwei) paddeln, während die anderen irgendwelche Anfeuerungsrufe starten, sich sonnen oder was weiß ich.. Wir denken darüber nach unser Paddel vielleicht dazu zu benutzen gewisse Menschen in unserem Kanu zum schweigen zu bringen oder gleich aus dem Boot zu schupsen. Nette Idee! :-) Ich kann den Blick kaum beschreiben den wir erfasst haben, als wir kurz davor waren die Insel hinter uns zu lassen. Man sitzt in einem kleinen Kanu vor Toronto, rechts und links von Bäumen umringt und treibt auf einem riesigen See, die ganze Stadt vor Augen. Muss man erlebt haben! Abends geht's zur EF Party, die überraschender Weise sogar besser ist, als vorige Woche. Freitag - Funday Friday! Keine Schule, alle fahren auf die Insel, um einen gelassenen Tag zu verbringen. Unser letzter Tag in Toronto. Beachtime! Der Countdown läuft.. Danach laufen wir noch ein letztes Mal zur Schule, um unsere Zertifikate abzuholen, essen ein letztes Mal in dem Restaurant um die Ecke und bringen vorerst fürs letzte Mal unsere Koffer auf Vordermann. Das müssen wir auch, denn wir haben für die letze Nacht noch eine neue Mitbewohnerin bekommen. Gar nicht so leicht zu packen, wenn man vor lauter Koffer die Tür kaum aufkriegt und den Boden nicht mehr sehen kann. Nachdem wir unsere Sachen gepackt haben, machen wir uns nochmal auf den Weg zur Pitman Hall, eine Unterkunft in der andere EF Schüler untergebracht sind. Kathrins 20.! Nachdem wir geschlagene zwei Stunden unterwegs sind, weil Kathrins Wegbeschreibung doch ein wenig ungenau war- ich zitiere: "Da ist ein großer Brunnen, den seht ihr dann"-"Oh, achja, der Brunnen ist ja im Innenhof." - und leider auch NIEMAND, den wir gefragt haben wusste, wo die Pitman Hall ist, werden wir schließlich abgeholt und erreichen doch noch - mal wieder- unser Ziel. Eine fröhliche Runde sitzt da und isst Spaghetti, Eis und Kekse. Hat was! Als es dann an der Zeit ist sich zu verabschieden, kommt eine komische Stimmung auf. Zwei Wochen Toronto sind also vorbei, zwei Wochen mit neuen Leuten, neuen Erlebnissen und Erfahrungen liegen vor uns. Goodbye and hello! Man sieht sich immer zweimal im Leben!
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